Es gibt viele Theorien über die Erfindung des Hamburgers: Einige gehen davon aus, dass die Stadt Hamburg dem berühmten Gericht ihren Namen lieh. Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts gab es in Hamburg den warmen Imbiss Rundstück warm, bei dem ein warmes Stück Schweine- oder Rindfleisch in ein rundes Weizenbrötchen gelegt wurde.
Von Hamburg aus brachen damals viele Auswanderer in die Vereinigten Staaten auf: Deswegen liegt es nahe, dass deutsche Auswanderer den Hamburger in die USA mitnahmen und dort verbreiteten. 

St. Louis

Bei der Louisiana Purchase Exposition, der Weltausstellung 1904 in St. Louis, wurde ein Gericht namens „Hamburg“ angeboten – der Vorläufer des heutigen Hamburgers, nur ohne die Endung „er“. Schon damals waren die Grundzutaten ein Weizenbrötchen (bun genannt), eine Hackfleischfrikadelle (patty genannt), Senf, Gurken und Zwiebeln. Als Erfinder des „Hamburg“ gilt Fletcher Davis aus Texas, der mit seinem Spitznamen „Old Dave“ Davis bis heute mit der Erfindung des Hamburgers in Verbindung gebracht wird. 

Chinesische Wurzeln

Bereits vor 2.200 Jahren war ein Gericht, das dem Burger von heute recht ähnlich sieht, fester Bestandteil der chinesischen Küche: Zu Zeiten der Qin-Dynastie wurde der Roujiamo erfunden: Bei diesem Gericht wird stundenlang gedünstetes Schweinefleisch ummantelt von einer Art Fladenbrot gereicht. Regional wird das Schweinefleisch durch Rindfleisch ersetzt. Heute gilt der Roujiamo als chinesisches Pendant zum Hamburger und als eines der ersten Gerichte, die Inspiration für den Hamburger lieferten. 

Zubereitung des Hamburgers

Oft wird der Hamburger mit Fast Food in Verbindung gebracht: Tatsächlich waren es Fast Food-Ketten, die den Hamburger in vielen Teilen der USA und Europas salonfähig machten.
Doch die Zubereitung eines Hamburgers ist alles andere als fast: Zunächst werden Burger-Buns gebacken, die Grundlage eines jeden Hamburgers. Hat man das Brötchen gebacken, geht es ans Fleisch: In der Regel wird Rinder-Hackfleisch verwendet, aus dem man ein großes, flaches Patty formt. 

Frisch gebackene Burger Buns, © Simon von Ludwig

Anschließend wird das Patty gegrillt: Möchte man einen Cheeseburger, lässt man kurz vor Schluss eine Scheibe Cheddar-Käse auf dem Patty schmelzen. 

Nun ist es an der Zeit, den Hamburger anzurichten: Hierfür rührt man eine Burgersauce an, Rezepte hierzu gibt es wie Sand am Meer. Zum Schluss wird der klassische Burger mit Gurken, Zwiebeln und Salat belegt. An dieser Stelle bietet es sich an, weitere Saucen und Gewürze einzusetzen.
Beim Anrichten des Hamburgers ist Abwechslung angesetzt: Es gibt schier unendlich viele Hamburger-Variationen. So gibt es auch den Pulled-Pork-Burger, der besonders bei Barbecue-Liebhabern gut ankommt.

Mythos Hamburger

Die Quellen werden sich nicht einig darüber, wann die Bezeichnung Hamburger zum ersten Mal verwendet wurde, um ein Hackfleisch-Patty im Weizenbrötchen zu beschreiben: Die eine Quelle datiert die erste Erwähnung des Hamburgers auf das Jahr 1842, eine andere Quelle bezieht sich auf das Jahr 1891.
Fest steht nur eines: Es gibt mindestens so viele Geschichten und Mythen um die Entstehung des Hamburgers, wie es Variationen des Hamburgers gibt.

Simon von Ludwig

Genuss bei Der Bussard

Beitragsbild: Ein Cheeseburger mit Bacon und Rucola-Salat, © Simon von Ludwig, alle Rechte vorbehalten

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